Tipps bei der Blueprint-Synchronisation
Die Synchronisation von Blueprints kann manchmal eine Herausforderung sein, besonders wenn man einen eigenen Custom Blueprint erstellt oder Änderungen an einem Marketplace Blueprint vorgenommen hat. Je nach Organisation gibt es zudem große Unterschiede bei der Nutzung.
Hier nun ein paar Tipps zur Arbeit mit Bleuprints und zur fehlerfreien Synchronisation.
Vermeidung von partieller Synchronisation
Wir empfehlen, bei allen unseren Blueprints stets eine vollständige Synchronisation durchzuführen. Werden einzelne Ressourcen deaktiviert, werden auch alle verknüpften Ressourcen nicht synchronisiert. Dies führt sehr häufig zu Fehlern, da Nutzern die entsprechenden Abhängigkeiten und Zusammenhänge zwischen Ressourcen auf den ersten Blick nicht klar sind.
Hintergrund: Bei der Synchronisation überschreiben die Konfigurationen des Blueprints die Konfigurationen des Produktivsystems. Werden Ressourcen in der Sandbox deaktiviert, so werden diese beim Synchronisieren nicht in die Produktivumgebung übernommen und sind dort anschließend nicht mehr vorhanden.
Beispiel: Ein Blueprint soll ein zweites Mal synchronisiert werden, da es zwischenzeitlich Änderungen an der Journey gab, die in die Produktivumgebung übernommen werden sollen. Sofern die entsprechenden Änderungen in der Sandbox vorgenommen wurden, kann der Blueprint synchronisiert werden. Wir raten jedoch davon ab, ausschließlich die Journey zu synchronisieren – auch dann, wenn nur diese geändert wurde. Werden bei einem Blueprint-Sync abhängige Automationen und E-Mail-Templates deaktiviert, funktioniert die Journey nicht mehr wie ursprünglich konfiguriert.
Übernahme des Designs
Wird in der Sandbox für eine Journey ein Design angelegt, wird dieses beim Synchronisieren nicht automatisch übernommen. Stattdessen wird aktuell stets das Standarddesign verwendet, das in der Produktivumgebung hinterlegt ist.
Verwendung von Webhooks in Blueprints
Wenn Webhooks nach einem Blueprint-Sync immer auf die Standardeinstellung zurückgesetzt werden, liegt das daran, dass der Blueprint die Webhook-Daten überschreibt. Um dies zu vermeiden, haben wir Umgebungsvariablen eingeführt, die beim Blueprint-Sync unverändert bleiben.
So richtest du sie ein:
- Klicke in der oberen Leiste auf das Zahnrad, um die Umgebungsvariablen und Secrets zu öffnen.

- Füge dort beispielsweise eine Variable für dein Webhook-Passwort hinzu. Gib dazu den Schlüssel (Bezeichnung der Variable), den Typ (String oder Secret) sowie den Wert ein.
- Gehe anschließend auf „Integrationen" und wähle „Webhooks" aus.
- Ändere die "Authentifizierung" von „Standard" auf z. B. „Basic Auth".
- Gib deinen Benutzernamen ein.
- Klicke beim Passwortfeld auf die Klammern – die Eingabe ändert sich daraufhin. Du kannst nun aus deinen Umgebungsvariablen die entsprechende Variable auswählen, über die das Passwort definiert wurde.
- Speichere deine Eingabe

Fehlende Zwecke
Sollte es bei der Synchronisation zu Problemen mit Zwecken kommen – beispielsweise weil diese in der Produktivumgebung fehlen, gehe bitte wie folgt vor:
- Öffne die Produktivumgebung und prüfe, welcher Schema-Gruppe der betroffene Zweck zugeordnet ist.
- Wechsle in die Sandbox und überprüfe, ob diese Schema-Gruppe Teil des Blueprints ist. Falls nicht, füge sie über „Ressource hinzufügen" dem Blueprint hinzu.
Nur wenn die übergeordnete Schema-Gruppe Teil des Blueprints ist, werden die zugehörigen Zwecke korrekt synchronisiert. Fehlt die Gruppe, besteht keine Beziehung zwischen den Ressourcen, was zu Fehlern bei der Synchronisation führt.
Multiple Datei-Versionen
Jedes Mal, wenn ein Blueprint mit einer enthaltenen Datei synchronisiert wird, wird eine neue Dateiversion erstellt. Bei einem erstmaligen Sync sollte die Datei nur einmal angelegt werden. Wurde der Sync jedoch mehrfach ausgeführt – etwa weil er zwischenzeitlich fehlgeschlagen ist oder noch lief – entstehen entsprechend mehrere Versionen.
Für eine bessere Lesbarkeit beziehen sich Personenbezeichnungen auf alle Geschlechter.